Die spur der bücher: münchen liest - aus verbrannten büchern

Link: http://www.ikufo.de/pages/aktiion/aktion_buecherverbrennung_2010.htm

https://www.muenchen.tv/mediathek/video/gedenken-an-buecherverbrennung/

Entwickelt und durchgeführt von: Wolfgang P. Kastner

Mit: AutorInnen, SchülerInnen, SchauspielerInnen und StudentInnen, PolitikerInnen und engagierten BürgerInnen als aktiven TeilnehmerInnen an der Lesung „München liest – aus

verbrannten Büchern“

Wann: 10. Mai – seit 1995 alljährlich

Wo: Königsplatz – München; in Folge auch in anderen Städten (beispielsweise auch Salzburg)

Beschreibung der Intervention/des Projektes:

Der deutsche Künstler Wolfgang P. Kastner thematisiert in seinem Projekt „Die Spur der Bücher“ die öffentliche Erinnerungskultur im Bezug auf die Bücherverbrennungen 1933. Ausgangspunkt seines Projekts ist die Stadt München, wo zwar eine besonders groß inszenierte Verbrennung stattfand, jedoch jeglicher Hinweis darauf noch heute fehlt. Kastner beschränkt sich in seinem Projekt nicht darauf, den Ort der Bücherverbrennung in Form eines verbrannten Graskreises zumindest temporär wieder sichtbar zu machen. Er bringt auch die betroffenen AutorInnen wieder zurück ins Gedächtnis. Die Lesung „München liest – aus verbrannten Büchern“ findet unter breiter Beteiligung statt und bindet vor allem auch junge

Menschen in das Projekt mit ein. An einem Ort, an dem im Jahr 1933 Bücher verbrannt wurden, werden nun eben jene Texte vorgelesen. Die künstlerische Intervention setzt somit ein Zeichen. Die betroffenen AutorInnen werden langfristig ins Gedächtnis gerufen, über das temporäre Mahnmal hinaus. Kastner verweist durch sein Projekt auf die immer noch mangelnde öffentliche Erinnerungskultur, nicht nur in München. Daher weitete der Künstler sein Projekt in den letzten Jahren auf mehrere deutsche Städte, aber auch auf Salzburg aus.