erinnerungsraum ohne gedächtnis

Link: http://www.vinzenz-fengler.de/performances/99-erinnerungsraum-ohne-gedaechtnis-memory-space-without-memory-performance-art-intervention-in-public-space-2013

https://www.youtube.com/watch?v=W3qddZlG4xY

Entwickelt von: Vinzenz Fengler

PerformerInnen: Nadia Lafi, Ana Mena, Elisa Hilse, Jennifer Speier, Marc-Henri Ahoua, Vinzenz Fengler

Wann:

18.05.2013; Dauer: ca. 50 Minuten

Wo: Alexanderplatz - Berlin

Beschreibung der Intervention/des Projektes:

Thematisiert wurde die Vergänglichkeit des „öffentlichen Erinnerns“. Ausgangspunkt hierfür war der Fall eines jungen Mannes, der von Jugendlichen zu Tode geprügelt wurde, sowie der darauf einsetzende Medienhype um diesen tragischen Fall. Vinzenz Fengler versuchte in seinem Projekt jedoch nicht nur die medial diskutierte und präsente Gewalt zu thematisieren, sondern er wies auch auf jene Opfer hin, die nicht Teil des „öffentlichen Gedenkens“ werden.

Dieses öffentliche Gedenken und Erinnern ist in der Regel nur von kurzer Dauer, Erinnerung ist flüchtig und oftmals verfälscht. Orte der Gewalt sind daher vielfach „Erinnerungsräume ohne Gedächtnis“. Die künstlerische Intervention im öffentlichen Raum beschränkte sich aufgrund dieser Flüchtigkeit und zeitlichen Begrenztheit auf eine ca. einstündige Performance. Auch die gewählten Mittel - die mit bunter Kreide nachgezeichneten Konturen der ProjektteilnehmerInnen - sind vergänglich. Zwar erinnerten diese Konturen am Alexanderplatz an den Schauplatz vielfacher Gewaltverbrechen, jedoch nur bis zum nächsten Regen. Danach erinnerte nichts mehr an die Performance, ebenso wenig wie an die Opfer von Gewalt.