Was heißt Protest?


Mittersill, ehemaliges Bezirksgericht, Projekttage vom 03.-05.02.2016

In den Räumlichkeiten des ehemaligen Bezirskgerichts Mittersill, welches seit 2005 leer steht, wurde mit Plakaten und Fotos künstlerischer Arbeiten zu den Themen Bildungsproteste, Feministische Bewegungen, Antirassistische Proteste und Besetzungen leerstehender Räume eine Art Ausstellung gestaltet, um auf diese Weise die zur Verhandlung stehenden Themen für die SchülerInnen räumlich erfahrbar zu machen. Ein temporäres Büro mit Laptops, Drucker und Beamer sowie einem Büchertisch mit themenrelevanten Büchern zum Schmökern stand den SchülerInnen zur Recherche zur Verfügung.

 

In den drei Workshop-Tagen erprobten die SchülerInnen rund um das Themenfeld gesellschaftlicher Mitbestimmung verschiedene künstlerische Strategien der Intervention und Selbstrepräsentation. Ausgehend von der Feststellung der SchülerInnen, dass sie sich als Jugendliche im öffentlichen Raum nur mangelhaft repräsentiert fühlen und dass dieser stark reglementiert und diszipliniert wird, erprobten sie gemeinsam mit dem Projektteam Strategien

für mehr Selbstrepräsentation im öffentlichen Raum.

 

Das performative Interesse einer SchülerInnen-Gruppe wurde im Format des Videointerviews aufgegriffen. Die SchülerInnen überlegten sich ein Setting, entwickelten Fragen und übernahmen die Rollen der Kameraführung und Moderation in gegenseitigen Interviews.

In der zweiten Gruppe wurden Silhouetten der SchülerInnen als Anknüpfungspunkt zum Thema Protest und gesellschaftliche Mitbestimmung gezeichnet, welche die SchülerInnen mit ihnen relevanten Inhalten, Wünschen und Forderungen befüllten.

 

Beide Gruppen erprobten das Streetart-Medium Stencil: Schablonen wurden entworfen und die Stencils auf Papierbögen gesprüht. Die SchülerInnen entwarfen mithilfe der Stencils Symbole für unterschiedliche Protest-Themen und brachten diese u.a. auf den Silhouetten an.