Stadtteilerkundungen und temporäre Interventionen


Salzburg, 18.05.2015

 

In diesem Workshop wurde in Kleingruppen der Salzburger Stadtteil Liefering erkundet, es wurden kleine Interventionen im öffentlichen Raum erprobt und gemeinsam mit den SchülerInnen beobachtet, welche Veränderungen und Reaktionen diese bewirken. Es ging um die Frage, wie man Orte zweckentfremden und über dieses Tun den Ort, seine Funktion und Bedeutung dekonstruieren kann. Mit den SchülerInnen wurden Handlungsanweisungen zur Dekonstruktion entwickelt.

So beschloss eine Gruppe, dass im nahegelegenen Park ein Café im Freien fehlte, in dem Familien sich bis spät abends aufhalten, essen, trinken und feiern könnten. Daraufhin „bauten“ sie sich performativ ihr eigenes Café mit Absperrband und nannten dieses „Café Kraftwerk“. Eine andere Gruppe befand, dass das Leben zu hektisch und die Leute zu gestresst wären und entwickelte daher kleine Interventionen, die die Leute zum Anhalten und Nachdenken anregen sollten, z.B. durch ein Schild mit dem Slogan „Smile cause life is too short“. Eine dritte Gruppe befasste sich mit der Thematik der Gruppendynamik, also mit der Frage, was eine Gruppe ausmacht, wer von ihr ausgeschlossen wird, wer nicht und warum. Sie folgerten, dass Rassismus ein „weltverschmutzendes Problem“ sei und Freundschaft und Zusammenhalt im Wege stehe und visualisierten diese Überlegungen mit Kreide auf dem Asphalt.